Die Traditionelle Chinesische Medizin (im englisch- und deutschsprachigen Raum auch als TCM bekannt) ist die Heilkunst, die in China vor über 2000 Jahren begründet und über die Jahrhunderte hinweg weiterentwickelt wurde.

Zu den therapeutischen Verfahren, die in dieser Medizin zur Anwendung kommen, gehören die Arzneitherapie, die Akupunktur und Moxibustion (Erwärmung von Akupunkturpunkten), die Massage (Tuina Anmo), eine am Wirkmechanismus der Arzneien orientierte Diätetik und Bewegungsübungen wie Qigong und Taijiquan.

Das herkömmliche Verbreitungsgebiet der TCM umfasst neben China den gesamten ostasiatischen Raum, insbesondere Korea und Japan. Die Medizin erfuhr dort eigene Ausprägungen, in Japan zum Beispiel unter der Bezeichnung Kampo-Medizin.


Seit Mitte des 19. Jahrhunderts - unter dem Eindruck der Erfolge, die westliche Technik und Wissenschaft auf vielen Gebieten vorzuweisen hatten - gerieten die traditionellen Diagnose- und Therapie-Verfahren zunehmend in Verteidigungsposition.

In Reaktion darauf erfuhren sie unter Mao Zedong dann eine enorme Aufwertung.
Seither erst kommt in China der Begriff "chinesische Medizin" (...) in Gebrauch.
Der Begriff meint weniger die traditionelle Medizin im umfassenden Sinn als das Gesundheitswesen, das sich damals in China etablierte.

Taiwan, Korea und Japan mit ihren eigenen Traditionen haben denn auch den Begriff der „chinesischen Medizin“ für sich nicht adoptiert. Dort hat sich für die chinesische Medizin-Tradition die Bezeichnung „orientalische Medizin“ (...) durchgesetzt. Wikipedia® ist eine eingetragene Marke der Wikimedia Foundation Inc.